Geschichte, Produktionstradition

Vojtìch Scheinost

Frühanfänge: Vojtìch Scheinost – Gründer von tschechischer Streichholzproduktion

Der Gründer der sogenannten „oberen Fabrik“ (heutiges PAP Betriebs) hieß Vojtìch Scheinost. Er ist am 24. April 1814 in Sušice, Pøíkopy geboren. Dort hatte er Schulen besucht und nachdem ging nach Wien um dort in einer Tischlerei zu arbeiten, wo man nicht nur Möbel, sondern auch Schachteln für eine kleine Streichholzfabrik herstellte. Im Herbst 1839 kam er nach Sušice zurück und suchte um eine Bewilligung an, Phosphorstreichhölzer herzustellen. Im Jahre 1844 (nach voriger Verabredung mit Bernard Fürth) fing der Aufbau vom ersten Gebäude an, später wurden mehrere Objekte aufgebaut, so dass die Streichholzfabrik einen Häuserblock an der Ecke von Straßen Hrádecká und Nádražní bildete. So entstand die „untere Fabrik“, heute als SOLO Sušice bekannt. Vojtìch Scheinost wollte aber selbständig arbeiten, deshalb trennte er sich von Fürth und kaufte einen Gasthof unter Svatobor, um ihn in einer Streichholzfabrik umzusetzen. Schon im Jahre 1868 wurden dort Streichhölzer hergestellt und nach 1870 erweiterte man den Betrieb um neue Objekte. Die Firma Vojtìch Scheinost blieb selbständig bis 1903, wann man sie mit der „unteren Fabrik“ vereinigte, um die erste Aktiengesellschaft SOLO zu gründen.

Der Anfang von Papierverpackungen in Sušice, Herausbildung von dem PAP Betrieb und seine Entwicklung bis 1989

Der SOLO Betrieb entwickelte sich weiter. Nach dem ersten Weltkrieg wurden aber Streichholzfabriken allmählich geschlossen, am 10. März 1932 auch die in Sušice. Die damalige Firma SOLO zusagte den Stadtvertretern die geschlossene Fabrik für eine Ersatzindustrie zu verwenden. Dank Verhandlung mit Wiener Firma Löwit & Co gewann die Fabrik die nötige Machinerie für Produktion von konischen Papierverpackungen, eine ganz neue Fabrikation in Sušice. Am 5. August 1933 nahm man in Sušice experimentale Produktion auf. 10 Angestellten verfertigten Marmeladebecher, Aspikschüsseln und Runddosen. Der Betrieb wurde neu PAP benannt, der Name wurde von Papier und Papierproduktion abgeleitet. Anfangs mussten die Angestellten verschiedene Schwierigkeiten niederkämpfen, bis sie die technologischen Ansprüchen herausfanden. Es war auch gar nicht einfach eine Neuigkeit in den Markt einzuführen. Papierverpackungen mussten zuerst Vertrauen der Kunden gewinnen, als Nahrungsmittelverpackungen hatte man nur Glass, Blech oder Holzkistchen benutzt. In kurzer Zeit war es aber klar, dass Papiernäpfe eigentlich längst gesuchte Verpackungen darstellen, für Dosierung und einmalige Verwendung günstig. Bis 1939 war PAP ein Bestandteil des SOLO Betriebs. Nach Hitler´s Okkupation von der Tschechischen Reublik und während des zweiten Weltkriegs gehörte der Betrieb dem Verein für chemische und Hüttenerzeugung. PAP wurde im Jahre 1945 nazionalisiert und in den Betrieb Jihoèeské papírny eingegliedert. In 1957 begann in PAP eine technische Revolution, die Betriebstechniker konstruierten den ersten Halbautomat, dank dem man Becher in eigenen Werkstätten des Betriebs fertigmachen konnte. Im Jahre 1967 konstruierten sie den ersten Automat. In 1969 wurde eine neue Fließlinie für Kunststoffverpackungen in Betrieb genommen und im Jahre 1977 eine dreifarbige Druckmaschine Kolora 1 mit täglicher Arbeitsleistung bis 99 000 Becher. Mehrere ähnliche Maschinen wurden in den Jahren 1979-80 verfertigt. In 1983 installierte man LTK Fließlinie für Produktion von Polystyrolbecher. Diese Linie war nicht nur mit eigenem Ausschnitt, sondern auch mit Bedruckungsmaschine ausgestattet. In 1983 lief eine neue Paraffinmaschine SAPER für abschließende Zubereitung von Kartonbecher an. Zum Schluß kann man sagen, dass der größte Erfolg des Betriebs nach dem Krieg war die Ersetzung der schweren Menschenarbeit durch Maschinen.

Die Entwicklung seit der Revolution 1989 bis heute – Modernisierung und Aufstieg

Im Jahre 1990 wurde der Betrieb selbständig, man spricht schon über Staatsbetrieb PAP Sušice. Im nächsten Jahr fing man an die mit Polyäthylen laminierten Kartonbecher herzustellen. Hierbei erweiterte man das Sortiment von Polystyrolprodukten und das Angebot wurde um Polypropylenprodukte ergänzt. Moderne Betriebsgeschichte beginnt mit der Aktiengesellschaft PAP Sušice. Der Volksvermögenfonds begründete diese Gesellschaft am 1. April 1992. In demselben Jahr installiert man in PAP Computertechnik und kauft eine moderne sechsfarbige Maschine Polytype, die direkt an fertige Becher druckt. Diese Maschine benutzt die Technologie von indirekter Typographie, ihr Tempo ist 500 Becher pro Minute. Dank dem neuen Sortiment gewann PAP auch neue Klienten wie in der Tschechei, als auch im Ausland. Am 9. Mai 1995 wurde in Südpolen die Tochtergesellschaft PAP-POL gegründet. In 1997 certifizierte man in PAP Sušice a.s. ein Qualitätssicherungssystem der Norm ISO 9001 entsprechend. Die Zertifikationsgesellschaft Lloyïs Register Assurance verifiziert die vorgeschriebenen Arbeitsverfahren regelmäßig jede 6 Monaten. Das wichtigste Ereignis in der Geschichte der PAP Sušice a.s. Gesellschaft ist zweifellos der Eintritt von einem starken strategischen Partner – 9.12.1999 gewann die italienische Gesellschaft GIO´STYLE MONOUSO S. p. A. 86.3% der Aktien und hierbei Mehrheitsbeteiligung in der Verwaltung. Das war der Anfang einer neuen Ära des Betriebs. Dank dem neuen Partner erwuchs Herstellungsmenge von einmaligen Produkten und Trinkbechern. PAP kaufte im Jahre 2000 eine neue Maschine für Ausformung – ILLIG. Auch das Jahr 2003 war sehr bedeutend dank der größten Modernisation im Betrieb seit 1989. Dieser Schritt war sehr aufwändig – cca. 210 Mill. CZK. Seit 2004 wurde die Finanzstabilität durch negativer Entwicklung mit der Schwesterfirma GIO´STYLE Urgano S. p. A. bedroht. Jedoch schon in 2005 wurde diese Stabilität aufgemöbelt. Zum Schluss kann man sagen, dass die Entscheidung über nächster Entwicklung der Gesellschaft richtig war und dass wir langzeitiges Wirtschaftswachstum verzeichnen. Diesen Erfolg kann man durch neue Märkte in Mittel- und Osteuropa beweisen. Überdies, der unterjährige Umsatzanstieg ist 10 % seit 2003 und man setzt voraus, dass das Wachstum auch für die nachfolgenden Jahren positiv bleibt. Man beabsichtigt, in den kommenden Jahren eine neue Fabrikhalle im oberen Teil des Betriebs zu bauen. Die bestehende Technologie soll ergänzt werden halber der Produktion von Papiertrinkbechern.

Im Jahre 2006 fing neue bedeutende Herstellung von einmaligen Kunststoffprodukten an. Nach dieser strategischen Entschliessung kaufte man drei TFT Maschinen für Ausformung von flachen Untersetzern, Tellern und Schüsseln. Man installierte auch einen neuen selbständigen Extruder AMUT 120 für Kunstofffolieausformung. Die Gesellschaft kann jetzt also ein breites Sortiment anbieten, neue Kunden gewinnen und ihre Konkurrenzposition verstärkern.

In den Jahren 2008 bis 2009 wurde eine Modernisierung und Rekonstruktion in der Gesellschaft im Rahmen eines Programms, das in die EU Grant-Programme eingeschlossen war, durchgeführt. Beendet wurde der Aufbau einer neuen Produktionshalle. Auf die neu aufgebaute Fläche von 1500 Quadratmeter wurde die vorhandene Erzeugungslinien AMUT und KIEFEL überschoben und wurden auch andere Maschinen zur Erzeugung von Trinkbechern installiert.

Bis Juni 2009 wurden 2 neue Erzeugungslinien für die Erzeugung von Trinkbechern aus PS und PP installiert und in Betrieb genommen und so wurde die Erzeugungskapazität von 1,4 mld Stücke gewonnen, was im Jahre 2009 eine absolute Kapazitätserhöhung vorgestellt hatte.

Im Expeditionslager wurden die Räume freigestellt, die vorher vorläufig für die Erzeugung ausgenützt wurden Damit wurde die Lagerfläche von 1500 Quadratmeter gewonnen.

Für Sicherstellung des Energieverbrauches in der Erzeugung wurde eine neue energetische Zentrale aufgebaut und in Betrieb genommen.

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